Wie Newsletter verkaufen & deine Marke begehrenswert machen

Stell dir vor es gäbe ein Wundermittel, um potenzielle Kunden direkt anzusprechen.
Stell dir vor, du könntest die Kaltquise an den Nägel hängen.
Stell dir vor, du könntest deinen Kunden wöchentlich an dich erinnern.

Die gute Nachricht: Dieses Wundermittel gibt es! Die schlechte: Womöglich nutzt du es noch nicht für dich.

Es ist? Die E-Mail Liste! Deine E-Mail Liste ist das wertvollste Gut in deinem Unternehmen.

Aus einem einfachen Grund: Menschen die sich bereits in deine Liste eingetragen haben, sind grundsätzlich interessiert an dir oder deinem Angebot. 44% der E-Mail Empfänger machen mindestens einen Kauf pro Jahr aufgrund auf einer Werbe-E-Mail. [Quelle: Convinceandconverted] Und mehr noch: Sie haben dir bereits die Erlaubnis erteilt, einen sehr frequentierten privaten Kanal zu nutzen. Schließlich checkt jeder von uns mindestens ein mal täglich das eigene Postfach.

Egal wie sehr du dich auf sozialen Netzwerken abmühst, Flyer verteilst oder Werbepostkarten verschickst. Nichts ist so effektiv wie eine gelungene E-Mail an deine Liste. Nichts.

Noch ein paar Zahlen gefällig? Für die Neukundengewinnung ist E-Mail Marketing nahezu 40 mal effektiver als das Aquirieren von Kunden über Facebook oder Twitter. [McKinsey 2012] Zeit also, der E-Mail und deinem Newsletter etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Was denkst du?

Die Basics: Wie und womit?

Klären wir zunächst was es braucht um die eigene E-Mail Liste auf- oder auszubauen.

MailChimp ist mein Anbieter der Wahl wenn es um das Thema E-Mail Kampagnen geht. Das beste daran? MailChimp gibt es in einer kostenlosen Version, allerdings nur auf Englisch.

Dennoch Ladies und Gents, die Einarbeitung lohnt sich. Und es ist gar nicht schwer!

Egal ob du schon eine Liste bei einem anderen Anbieter hast oder noch ohne Liste bist: MailChimp macht es ganz einfach deine E-Mail Abläufe zu automatisieren und das ganze Thema gut gelaunt anzugehen.

mailchimp

Preise & Features

  • Entrepreneur (Kostenlos | 0 – 2000 Abonnenten)
  • Growing Business (Preise variieren nach Abonnentenzahl)
  • High Volume Sender (Preise variieren nach Abonnentenzahl)
  • Einfaches designen
  • Kinderleichtes erstellen von Sign Up Forms (Formularen zum Eintragen in die Liste)
  • Import bestehender E-Mail-Listen
  • Mobilfreundliche Newsletter erstellen
  • Zahlreiche Statistiken zur Öffnung / Clicks etc.

Hätten wir das.

Abonnenten für deine E-Mail Liste gewinnen

Du weißt mittlerweile, wie wichtig deine E-Mail Liste ist. Doch woher kommen die wertvollen potenziellen Kunden, die sich in deine E-Mail Liste eintragen?

Damit sich Nutzer in deine Liste eintragen bedarf es einem Mehrwert.
Anzupreisen, dass du einen spannenden Newsletter verschickst, funktioniert je nach Branche eher schlecht. Denn den Newsletter kann der Kunde vorab nicht sehen, ob er wirklich hält was er verspricht…?

Stattdessen kann es helfen, das Eintragen in deiner Liste mit einem sog. Freebie oder Geschenk zu belohnen. Das könnte sein:

Wenn du dein Freebie erstellt hast und zum Aufbau deiner Liste bereit bist, bedarf es nur noch einem sogenannten Opt-in. Also einem Formular das es deinem Kunden ermöglicht, sich für deine Liste einzutragen. MailChimp bietet dir dazu eine integrierte Funktion.

Für meine WordPress Seite habe ich zum Einbinden solcher Opt-ins zusätzlich das Plugin MailChimp Forms by Optin Cat benutzt.

Achtung: Aus rechtlichen Gründen ist es in Deutschland Pflicht, dass der Eintrag in solch eine Liste vom E-Mail Empfänger bestätigt werden muss! Das heißt, er meldet sich für deine Liste an und erhält dann eine E-Mail, in der er noch einmal das Abonnement bestätigen muss. Dieses Prozedere kennst du sicherlich. Und solltest es keines Falls umgehen!

Heiße deinen Kunden willkommen

Mit der Weitergabe seiner E-Mail Adresse an dich, schenkt dir dein potenzieller Kunde sein Vertrauen. Das darfst du nicht missbrauchen. 

Wer fortan automatisierte Spam E-Mails versendet und mit langweiliger Werbung nervt, bringt den Kunden nicht nur zum austragen aus der E-Mail Liste. Er schadet auch dem Ruf der eigenen Marke. Und verprellt Kunden nachhaltig.

Dass das Weitergeben der E-Mail Adresse absolut tabu ist, muss ich nicht weiter erwähnen.

Wie nutzen E-Mails deiner Marke?

Mit einer regelmäßigen E-Mail an deine Liste hast du die Chance, dich wieder ins Gedächtnis zu rufen. Wichtig dabei ist, dass du positiv auffallen musst und nicht auf die Nerven gehen darfst. Denk an deinen eigenen Posteingang. Kannst du eine weitere belanglose Update Mail gebrauchen?

Deine E-Mail ist deine ganz eigene Präsentationsfläche und Teil deiner Marke.

Ich kenne Newsletter, in denen ich kaum formatierte, sehr spartanische Text E-Mails bekomme. Die landen bei mir zumeist im Müll. Es mag nicht für alle Abonnenten gelten, aber, Bilder verkaufen immer noch am besten. Zudem gibt dir ein Design deiner E-Mail die Möglichkeit, deine Marke als Wiedereknnungswert zu stärken. (“Ach stimmt ja, die haben dieses Logo…” “Ach stimmt ja, das ist die mit dem vielen pink…”)

Das A und O für gelungene Marken E-Mails deshalb: Richtig gutes (Marken)design, richtig guter Inhalt.

Starten wir also dort, wo alles anfängt: Beim Eintragen in deiner E-Mail Liste. 74,4% der Nutzer erwarten nach der Anmeldung eine Willkommens E-Mail. [Quelle: Blue Hornet] Diese Erwartungshaltung solltest du erfüllen! Und sie zu deinen Gunsten nutzen.

Was kann eine Willkommens E-Mail beinhalten?

  • Hinweis auf weitere Angebote (Soziale Profile, Veranstaltungen, Rabatte)
  • Call to Action (zur Nutzung / zum Service)
  • Support- und Kontakt Angebot
  • Eine Erinnerung daran, wie cool deine Marke ist! (Yeah, geiles Design!)

Ein paar richtig schöne Beispiele habe ich hier für dich zusammengetragen.

E-Mail von Jcrew.com

E-Mail von Jcrew.com

E-Mail von KateSpade.com

E-Mail von KateSpade.com

E-Mail von Lonely Planet Shop
E-Mail von Lonely Planet Shop

Da denkt man doch, cool, dass ich mich angemeldet habe! – Oder?

Newsletter müssen wie Pralinenschachteln sein

Newsletter und Pralinenboxen haben einiges gemeinsam. Jede Praline muss noch besser schmecken, als die vorige. Sonst schmeißt du am Ende die Packung in den Müll und kaufst sie sicher nicht wieder. Und auch nicht die Tafelschokolade der gleichen Firma. Oder das Schokoladenfondue.

Mit Newslettern ist das ähnlich. Die Infos, die du gibst, die Angebote, die du verteilst, müssen super sein! Sie müssen Spaß machen, begeistern, exklusiv sein, neu, oder hilfreich.
Ein mit Copy + Paste zusammengeschusterter Newsletter hat keinen Mehwert. Warum sollte der Abonennt ihn öffnen, wenn er Wort für Wort auch einfach auf deinem Blog oder deiner Webseite nachlesen kann?

Mein Tipp zum Newsletter schreiben: Stell dir vor, du schreibst an deinen besten Freund.

Würdest du langweilige Artikel von letzter Woche teilen? Oder Links zu Problemen, die deinen Freund aktuell beschäftigen?
Würdest du alles allgemein und informativ halten, oder persönlich und emotional? Kleine Änderungen in der Ansprache, etwa vom “Euch” zum “Dir” haben eine große Wirkung!
Würdest du ihm seelenlose Werbung schicken, oder ihm lieber von einem Angebot erzählen, dass wie für ihn gerufen kommt?

Wie sieht ein guter Newsletter aus?

  • Er bietet Informationen / Angebote / Produkte, die dein Kunde wirklich braucht!
  • Er ist so persönlich wie möglich (Eine Mail ist ja auch etwas privates!)
  • Er ist kein Copy + Paste Werk, sondern einzigartig und exklusiv
  • Er ist eine Erinnerung daran, wie cool deine Marke ist! (Yeah, geiles Design!)

Auch hier habe ich mich wieder auf die Suche nach Beispielen gemacht. Diese hier möchte ich euch nicht vorenthalten:

Newsletter von Clarus Wine

Newsletter von Clarus Wine

Template auf Mailerlite

Template auf Mailerlite

Newsletter von Starbucks

Newsletter von Starbucks

Ich brauche Insidertipps!

Du willst wissen, wie du 111 neue E-Mail Abonnenten in nur 30 Tagen gewinnen kannst? Am 06.08.2015 startet meine exklusive, 3-teilige und kostenfreie Webinarreihe zu genau diesem Thema. Unterstützt werde ich von meiner Kollegin Jacky Wesling. Der Haken an der Sache: Es gibt nur 20 freie Plätze. Deshalb: Sichere dir deinen kostenfreien Platz jetzt hier!

Oh Gott, das ist ja Arbeit…

Ja, Newsletter sind Arbeit – zumindest wenn man sie gut macht. Wenn du noch mal eine Erinnerung brauchst, weshalb sich das lohnt: Von einem in E-Mail Marketing investierten Dollar, solche Statistiken werden ja immer in den USA gemacht, erhältst du durchschnittlich 44,24$ durch Verkäufe / Angebote zurück. Also doch mal lieber Mühe geben, oder?

Übrigens: Ein guter Newsletter darf ruhig Zeit kosten und muss nicht jede Woche erscheinen. 35% der Nutzer melden sich von einem Newsletter ab, wenn dieser zu häufig versandt wird. [Quelle: Blue Hornet] Von daher kannst du deine Energie getrost in Qualität statt in Quantität investieren.

Also: Nutze die Chancen, die dir eine eigene E-Mail Liste bietet und investiere dafür die Arbeit in richtig gute E-Mails.
Dafür kannst du dann auch lästige Kaltaquise an den Nagel hängen, weil du Menschen bewirbst, die dich oder dein Produkt sowieso schon interessant finden. Und deine Marke für Ihre Authentizität und Qualität lieben.

Viel Erfolg und fröhliches Mail versenden!

 

Und zum Abschluss eine Frage an dich: Wie steht es aktuell um deine E-Mail Liste? Gibt es eine, wurde sie sträflich vernachlässigt, oder bist du begeisterter E-Mail-Sammler?

5 comments on “Wie Newsletter verkaufen & deine Marke begehrenswert machen

    • Frau Fuchsia (Tamara) Post author

      Was meinst du denn konkret damit Steffi?
      Mailchimp bietet z.B. ja auch Desing-Templates an. Da brauchst du wenigstens nicht bei 0 anfangen, sondern nur mit Inhalt befüllen. Könnte dir das evtl. weiterhelfen?

      Liebe Grüße
      Tamara

      Reply
  1. Steffi

    Ja, das macht meine Programm auch. Aber damit bekommt man ja nicht so wundervolle Newsletter hin, die Du oben gepostet hast… Leider… Oder doch?!

    Reply
  2. Frau Fuchsia (Tamara) Post author

    Also abgesehen von Nummer 1, 2 und 6 (wo es zumindest ein bisschen grafiktechnische Möglichkeiten / Wissen bedarf) sind die mit Templates auf jeden Fall umsetzbar! :)

    Auf Freepik.com findest du ganz viele kostenlose Grafikelemente die du z.B. zum Newsletterdesign nutzen kannst. (Quellenangabe notwendig!) Sonst kannst du dir für ganz wenig Geld bei Creativemarket.com ein bisschen was zusammen shoppen und losbasteln.

    Ich würde einfach da starten wo du bist und umsetzen, was du umsetzen kannst. :) Eine E-Mail Liste zu haben und nicht zu benutzen wäre total Verschwendung! Also trau dich! Du kannst dich ja mit jedem Newsletter verbessern. :)

    Liebe Grüße!
    Tamara

    Reply
  3. Carolin

    Na gut. Schaden wird es nicht, ich sehe es ein :)
    Ich hab also nun auch endlich einen Newsletter. Zumindest eine Liste.

    Reply

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