Vor kurzem habe ich das erste mal Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen besucht und mir das volle Touristikprogramm gegönnt. Dabei bin ich auf ein echtes Schmuckstück gestoßen, eine kleine Ausstellung im Runden Turm, unter anderem mit dem litauischen Künstler Vilmantas Marcinkevičius.
Von den weißen Wänden und den ruhigen Ausstellungsräumen im Runden Turm springen einem die farbenprächtigen Gemälde Marcinkevičius’ regelrecht ins Gesicht. Seine Bilder sprechen Bände und behandeln häufig politische oder gesellschaftliche Themen, wirtschaftliche oder persönliche Entwicklungen.
Auf über 30 Ausstellungen waren Marcinkevičius beeindruckende Gemälde schon zu sehen, doch wer Google befragt, findet nur wenig Hintergrundinfo zum litauischen Künstler. Selbst Wikipedia verrät nicht viel mehr als die 5-jährige Studienzeit an der Vilnius Academy of Arts und die Homepage des Künstlers endet bei den Ausstellungen 2009.
Umso glücklicher bin ich natürlich über dieses Juwel und den überraschenden Fund! Marcinkevičius Bilder sind ein guter Beweis dafür, dass Google viel weiß, aber nicht alles und es manchmal nur hilft, einfach vor die Tür zu gehen.
Marcinkevičius selbst bezeichnet seinen Stil als intuitiv, Kritiker ordnen ihn dem Neo-Expressionismus zu. Mit seinen harten Kontrasten und weichen Linien möchte er die Realität wiedergeben, unbehaglich aber schön. Manche Motive haben einen durchaus provokativen Touch oder sind harter Tobak, trotz toller Farben und wenigen Details.Abgesehen von meinem Zufallsfund im dänischen sehr bekannten und beliebten runden Turm (nahezu ohne Treppen), scheint es wohl eher ein Glückstreffer zu sein, wenn man einem der Marcinkevičius Gemälde begegnet.
Leider kann ich deshalb auch nicht sagen, wann, wo und wie lange die Bilder in Kopenhagen zu sehen sein werden, aber wer noch Zeit und Gelegenheit hat sich die Stadt anzusehen, sollte hier einfach mal vorbeischauen. Und ansonsten: Augen auf, wer weiß, wo man ihn findet!
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