Erfolgreiche Personal Brands und was wir von ihnen lernen können

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Es gibt Menschen die kennt jeder von uns: Elvis, Lady Gaga oder die Queen. Das liegt nicht nur daran das sie Personen des öffentlichen Lebens sind, sondern vor allem daran, dass sie ihre eigene Marke perfektioniert haben. Was können wir von Ihnen lernen und selber nutzen?

Wenn Menschen eine Marke darstellen, hat das für den ein oder anderen einen negativen Beigeschmack. „Der ist doch nie im Leben wirklich so!“, hört man dann häufig. „Das ist doch alles nur Show!“ Nicht selten werden die Personen hinter den Marken als Verkäufer der eigenen Seele betrachtet. Oder als Menschen, die auf Privatsphäre keinen Wert legen und deshalb ihr Innerstes nach außen kehren. (Stimm übrigens gar nicht!)

Personal Brands bieten großartige Chancen und das auch ohne jeden Pakt mit dem Teufel.

In diesem Artikel habe ich bereits erklärt, warum auch kleine Unternehmen oder Selbstständige eigene Marken brauchen. Dabei geht es in erster Linie immer um eines: Das Vertrauen des (potenziellen) Kunden. Sicherlich hast du die Erfahrung im wahren Leben auch schon gemacht: Vertrauen erreicht man nicht durch Lügen. Die gute Nachricht für deine eigene Personenmarke ist daher: Es sind weder Lügen notwendig, noch eine falsche Identität.

Eine Personal Brand gibt dir die Chance zu verkaufen wer du bist und was du kannst. Bedingunglos.

Doch genug der schlauen theoretischen Worte. Sehen wir uns Markengrößen an, von denen wir lernen können. Und sparen wir uns ihre Lektionen durch cleveres abgucken. (Man muss ja nicht jeden Fehler mitmachen.)

#1 Sei nicht perfekt

Um zu beweisen das Perfektionismus keine Bedingung, ja sogar ein Fehler ist, möchte ich diese Dame heranziehen. Die bereits erwähnte Lady Gaga kann man mögen oder nicht, zweifelsohne ist sie aber eine der bekanntesten Frauen unserer Zeit und eine beachtenswerte Marke. Ihr häufig provozierendes Auftreten und der offene Umgang mit psychischen Erkrankungen sind sicher kein Beispiel für eine makellose Fassade, aber ein wichtiger Teil ihres Erfolgs.

Nicht perfekte Menschen kaufen am liebsten von ebenso nicht perfekten Menschen. Und wir identifizieren uns gern mit den Dingen die wir konsumieren, uns gönnen, oder bewundern. Übermäßiger Pefektionsmus wird schnell zur Unnahbarkeit. Nur einer von vielen Gründen, weshalb manche Marke nicht geliebt werden.

Besser ist es also, die eigenen Schwächen zu akzeptieren und natürlich mit ihnen umzugehen. Das bedeutet natürlich nicht, dass jede Personal Brand einen Seelenstreaptease hinlegen muss. Aber es ist zumindest nicht notwendig so zu tun, als seien wir makellos. Vermeintliche Schwächen sind in vielen Fällen eine echte Bereicherung.

#2 Stehe für etwas (wie kein anderer)

Elvis

Obwohl ich viel zu jung bin um Elvis jemals live erlebt zu haben, oder auch nur den Hype um ihn, ist er selbst für mich der Inbegriff von Rock’n’Roll.

Erfolgreiche Personenmarken stehen für etwas. Für Werte, für einen Lebensstil, für ein Produkt, Lebenswerk oder Engagement. Nur klar definierte Marken setzen sich in unserem Kopf fest. Und nur für sie haben wir auch sofort eine Verknüpfung oder Assoziation parat.

Steve Jobs, Agatha Christie, Malala. Diese drei Menschen sind so unterschiedlich wie man es kaum sein kann, sowohl von ihrem Bekanntheitsgrad als auch ihrem Tun. Doch alle haben sie etwas gemeinsam: Hören wir ihren Namen, verbinden wir sie sofort mit ihrem Werk.

Für dich bedeutet das: Je eher du weißt wofür man sich einmal an dich erinnern soll, wofür du Experte warst oder eingestanden bist, desto eher kannst du daran arbeiten dieses Wunschimage in die Realität umzusetzen.

#3 Zeige dich der Öffentlichkeit

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Barack Obama ist der erste afroamerikanische Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Wer nur eine Spur von Nachrichten oder Bildung geniessen darf, kommt daher nicht an seinem Gesicht vorbei. Natürlich wäre es gewagt, die mediale Präsenz von Barack Obama erreichen zu wollen. (Wer möchte das schon?) Aber gerade im Wahlkampf ist doch zu beobachten wie wichtig es ist, sich stets auf den Bildschirmen der Zuschauer zu präsentieren.  Wer etwas reißen will, muss präsent sein.

Für unser kleines Business bedeutet das: Raus ins Rampenlicht. Als Personal Brand verkaufst du dich selbst! Und deshalb brauchen deine Zuschauer die Möglichkeit, dich kennenzulernen. Du musst zwar keine Reality-TV-Show in dein Haus einladen, aber dein Gesicht der Öffentlichkeit zu präsentieren ist ein guter Start. Mit 10 nahezu kostenlosen Marketingmöglichkeiten kannst du dafür einen guten Grundstein legen.

Übrigens stehen Öffentlichkeitsarbeit und Privatsphäre in keinem Konflikt.

Es ist nicht notwendig den eigenen Partner auf dem roten Teppich hinter sich herzuziehen, (na, wie viele Fotos von mir und meinem Freund hast du hier schon gesehen?) oder Fotos vom letzten Urlaub zu veröffentlichen. Wichtig ist, dass du dich dort zeigst, wo es um dein Thema geht. Gehe auf Veranstaltungen auf denen du auf Kollegen oder Kunden treffen kannst, schreibe Gastartikel auf themenverwandten Blogs oder spreche über deinen Werdegang in einem youTube Video.

Du bist das Gesicht deiner Marke! sorge dafür, dass wir es oft genug sehen, um es nicht zu vergessen.

#4 Sei unverwechselbar

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Ich glaube Mariah Carey wurde so geboren: Mit langen blonden Haaren, mit viel Bling-Bling, in Kleidern mit üppigem Ausschnitt und mit sehr weißen Zähnen. (Zugegebenrmaßen ist die Vorstellung gruselig, dass jemand so auf die Welt kommen könnte.) Jedenfalls, Mariah Carey ist rein optisch einfach unverwechselbar. Sie sorgt dafür, dass sie auf offiziellen Fotos immer gleich aussieht und hat einen gleichbleibenden Stil. Wer als Personenmarke Erfolg haben möchte, muss Durchhaltevermögen und Kontinuität mitbringen.

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Mach es uns leicht, dich wiederzuerkennen! Ich kann pinke Haare zu diesem Zweck empfehlen! Oder irgendetwas anderes das im Gedächtnis bleibt. Die Tatsache, dass du zum Beispiel immer grüne Socken trägst, oder stets diese lilafarbene Handtasche dabei hast, oder dich jedem mit „Guten Tag, mein Name ist Hase.“ vorstellst. Was auch immer es ist, was du zu deinem Markenzeichen machen kannst, sorge dafür, dass du es immer dabei hast.

Alles wird so viel leichter, wenn Menschen dich wiedererkennen!

#5 Bring Persönlichkeit mit

Bei all den Regeln und der Planung darf eins nie zu kurz kommen: Deine eigene Persönlichkeit. Sie ist dein wichtigstes Produkt und das, was dich von allen anderen Konkurrenten unterscheiden. Machen wir uns nichts vor: Es gibt mit Sicherheit Menschen, die können das was wir tun genauso gut oder besser. Aber nur wir machen es eben auf unsere ganz eigene Art und Weise.

Wer sind eure Lieblings-Personenmarken? Habt ihr Favoriten, die ihr in diesem Hinblick bewundert oder besonders gern beobachtet? Und wenn es euch selbst betrifft, wie sehr könnt ihr euch selbst als Marke wahrnehmen oder bereits verkaufen?

 

2 comments on “Erfolgreiche Personal Brands und was wir von ihnen lernen können

  1. Ulrike Giller

    Hallo Tamara,
    das ist ein wunderbarer Artikel. Erfolg und Bekanntheit mit dem eigenen Business kommen nicht von heute auf morgen. Aber der Prozess kann deutlich erfolgreich beschleunigt werden, wenn wir wirklich den Mut haben uns sichtbar zu machen.
    Weshalb also bloß die Angst davor, sich selbst als Marke zu positionieren?
    Doch wie alles im Leben ist es ein Erkenntnis – und Lernprozess. Wenn dann noch die Umsetzung dazu kommt, ist es perfekt.
    Viele Grüße
    Ulrike

    Reply
    • Frau Fuchsia (Tamara) Post author

      Liebe Ulrike,

      du hast total recht. Vielen Dank für deine Ergänzung!

      Grüße aus Berlin,
      Tamara

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